Das Exposé beim Hausverkauf

Ein ansprechendes Immobilien-Exposé ist die Grundlage für einen erfolgreichen und zeitnahen Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung. Hier erfahren Sie, welche Angaben im Exposé nicht fehlen dürfen, wie Sie ein Exposé am besten erstellen und was bei der Gestaltung für Onlineportale wichtig ist. Außerdem stellen wir Ihnen gelungene Beispiele für Exposés als PDF zur Verfügung.

Pärchen steht vor Immobilienexposés

Haus- oder Wohnungsverkauf: Wie präsentieren Sie Ihre Immobilie in einem Exposé bestmöglich? So finden Sie schnell den passenden Käufer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Professionell präsentierte Immobilien verkaufen sich deutlich besser.
  • Ein detailliertes Exposé beugt Besichtigungstourismus und unnötigen Rückfragen vor.
  • Wenn Sie sich mit Layout oder Fotografie nicht gut auskennen, kann ein guter Makler für Sie die werbewirksame Gestaltung des Exposés übernehmen.
    Unser Service: Wir empfehlen Ihnen drei gute Makler in Ihrer Region.

1. Zweck und Formen eines Immobilien-Exposés

Ein Exposé ist die bildhafte und textliche Beschreibung einer Immobilie für den Verkauf, also sozusagen die Visitenkarte eines Hauses oder einer Wohnung. Die Gestaltung des Exposés kann die Entscheidung von Kaufinteressenten maßgeblich beeinflussen. Meist wird das Exposé vom Verkäufer selbst oder vom beauftragten Makler erstellt. Ein ansprechendes und aussagekräftiges Exposé erhöht die Verkaufschancen und beantwortet im Vorfeld viele Fragen. Die einfachste Lösung ist die Anzeige auf einem Immobilien-Onlineportal. In Hinblick auf die Verkaufsgespräche empfehlen wir aber, ein detailliertes Dokument in der Machart einer Broschüre zu erstellen. Ein solches Exposé kann man ausdrucken, weiterreichen, zum Download anbieten und per E-Mail verschicken. 

 

Hinweis: Bei der Vermarktung über einen Makler fällt die Erstellung eines professionellen Exposés automatisch in den Leistungsbereich des Maklers. Mehr Details finden Sie auf unserer Seite Aufgaben eines Maklers.

2. Warum ist ein gutes Exposé so wichtig?

Ein gutes Exposé kann das „besondere Etwas“ an Ihrem Verkaufsobjekt gezielt zur Geltung bringen. Es weckt auf den ersten Blick Interesse bei potenziellen Käufern und stellt ein wichtiges Entscheidungskriterium zur Besichtigung und letztendlich zum erfolgreichen Immobilienverkauf dar. Mit einem hochwertigen Immobilien-Exposé können Sie Besichtigungstourismus vermeiden und müssen weniger Besichtigungen vorbereiten. Sie bleiben mit Ihrem Exposé in guter Erinnerung und schaffen eine erste Vertrauensbasis bei Kaufinteressenten.

 

Übrigens: Auch die Bank benötigt das Exposé inklusive eines Verkaufspreises, um ein Darlehen für den Käufer zu genehmigen.

3. Beispiele für Immobilienexposés

Wir haben hier für Sie Muster-Exposés zusammengestellt, die alle wichtigen Angaben enthalten. So können Sie sich als Verkäufer eine Orientierung darüber verschaffen, wie Ihr eigenes Exposé aussehen sollte. Falls Sie einen Makler mit dessen Erstellung beauftragen, sehen Sie anhand des Vergleichs mit diesen Beispielen, ob der Makler gute Arbeit leistet.

 

4. Welche Angaben gehören in ein gutes Immobilien-Exposé?

Ausgangspunkt für Ihr Exposé ist die Zielgruppe. Versetzen Sie sich in die Lage der Interessenten: Was könnte diese besonders an Ihrer Immobilie interessieren? Beschreiben Sie das Einzigartige an Ihrem Haus oder Ihrer Eigentumswohnung in Hinblick auf die Lage, Umgebung und Eigenschaften des Objekts. Um sich unnötige Rückfragen zu ersparen, sollten Sie so viele Details wie nötig vorstellen.

 

Die folgenden Angaben dürfen im Exposé nicht fehlen:

 

  • Adresse des Objektes
  • Standortbeschreibung: Wie ist die wirtschaftliche Lage an Ihrem Standort? Wie ist die Verkehrsanbindung? Gibt es einen hohen Erholungs- und Freizeitwert? Sind Schulen und Kitas in der näheren Umgebung? Gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten?
  • Umgebungsbeschreibung: städtisch oder ländlich? Neubaugebiet oder Gründerzeitviertel? Einfamilien- oder Mehrfamilienhausgebiet? Welche Nachbarschaftsstruktur ist vorhanden? Gibt es Spielmöglichkeiten für Kinder?
  • Grundstücksbeschreibung mit Quadratmeterangabe
  • Objektbeschreibung: Baujahr, Bauweise, Bautyp, besondere Eigenschaften? Beschreiben Sie die Besonderheiten Ihrer Immobilie bildlich und detailgenau.
  • Eigenschaften des Objektes (Anzahl Zimmer, Etagen, Wohnflächenberechnung, Nutzflächenberechnung, Keller, Dachboden, Objektzustand, Ausstattung wie z.B. Einbauküche oder Kamin) 
  • Energieträgerangaben, Energieausweis (welcher?), Energieverbrauch
  • Alle vorhandenen Pläne wie Lageplan und Grundrisse
  • Fotos – stellen sie möglichst von jedem Zimmer ein Foto bereit und denken Sie an mindestens eine Außenansicht
  • frühestes Einzugsdatum
  • Sofern vorhanden: Wertgutachten eines unabhängigen Sachverständigen
  • Angestrebter Kaufpreis
  • Mögliche Besichtigungstermine oder Zeitraum für Besichtigungen
  • Kontaktdaten 

 

Hinweis: Mehr Details über mögliche wichtige Kriterien, die in Ihrer Beschreibung nicht fehlen sollten, finden Sie auf unserer Seite Hausverkauf Fragen. Einen Überblick zu allen notwendigen Unterlagen zum Hausverkauf mit Angabe der Bezugsquellen erhalten Sie auf unserer Seite Unterlagen.

 

Verkaufen mit Makler - Ihre Vorteile
  • Guter Verkaufspreis!
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  • Mehr Sicherheit!
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  • Zeitersparnis!
    Ein guter Makler verkauft Ihre Immobilie schneller.

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5. Tipps, wie Sie ein gelungenes Immobilien-Exposé erstellen

Damit ein werbewirksamer Auftritt garantiert ist, sollten Sie das Exposé im Zweifelsfall lieber von einem Fachmann gestalten lassen. Denn falls Sie keine Kenntnisse für das Layout von Bildern und Texten haben, ist es deutlich schwieriger, ein professionelles Exposé zu gestalten.


Grundsätzlich gilt für alle Fotos des Exposés: Wenn Sie keine besonderen fotografischen Kenntnisse besitzen, überlassen Sie die Aufnahmen Ihres Verkaufsobjekts einem Profi. Fotografieren Sie Ihre Immobilie bei schönem Wetter und ohne saisonale Dekoration. Auch Schnee stört auf den Fotos. Auf Hinweise zu den aktuellen Bewohnern sollten Sie ebenfalls verzichten und die Inneneinrichtung entpersonalisieren. So kann sich der Kaufinteressent besser vorstellen, wie er die neutralen Räume einrichten würde.


Ihr Exposé sollte diesem Aufbau folgen:

1. Das Exposé-Deckblatt

Die Überschrift

Eine ansprechende Überschrift erweckt Bilder und Wünsche bei Kaufinteressenten und entscheidet mit, ob das Exposé gelesen wird. Als Alleinstellungsmerkmal Ihrer Immobilie können Sie hier besondere Aspekte hervorheben:

  • Details zur Lage, zum Beispiel „unverbauter Blick auf den Fluss“ oder „stilvolle Altstadtlage“ 
  • Beschreibung des Wohnraums, zum Beispiel „renovierter Altbau mit Charme“, „Wohnen und Arbeiten unter einem Dach“ oder „Maisonette-Wohnung mit Garten“
  • Attraktion für die Zielgruppe, zum Beispiel „Haus für drei Generation“, „ideal für Gartenliebhaber" oder „Ruhesitz am Bodensee
  • Vorteile am Preis, zum Beispiel „30.000 Euro sparen durch Eigenleistung“ oder „Energiesparhaus“

Das Bildmotiv

Wählen Sie ein repräsentatives Foto Ihrer Immobilie, welches bei optimalen Licht- und Vegetationsverhältnissen aufgenommen wurde. Achten Sie auf die Darstellung des Alleinstellungsmerkmals von Ihrem Verkaufsobjekt.


Außerdem können Sie schon auf dem Deckblatt wichtige Eckdaten wie Wohnfläche, Grundstücksgröße, Anzahl der Zimmer, Baujahr und Kaufpreis in einem übersichtlichen Textblock präsentieren.


Unser Tipp: Platzieren Sie wichtige Textbotschaften immer oben rechts auf einer Seite, denn dort schauen unsere Augen laut wissenschaftlichen Erkenntnissen immer zuerst hin. Zur Hervorhebung können Sie den Text farbig hinterlegen. 

 

 

2. Der Innenteil

Gliedern Sie die Inhalte in einer logischen und ansprechenden Form. Beginnen Sie mit einer ausführlichen Objektbeschreibung, der die Außenaufnahmen mit erklärenden Bildbeschreibungen folgen. Heben Sie dabei stets die positiven Eigenschaften und Seiten Ihrer Immobilie hervor.


Im Anschluss folgen die Fotos und Beschreibungen von Innenräumen. Besondere Blickwinkel und Perspektiven helfen dabei, Ihre Immobilie von ihrer besten Seite zu zeigen. Wenn Sie stimmungsvolle Bilder wählen, können Sie die Aufmerksamkeit der Kaufinteressenten besser auf Ihr Objekt lenken.


Präsentieren Sie einen Lageplan und wenn möglich ein Luftbild. Markieren Sie im Lageplan für die Zielgruppe wichtige Einrichtungen und beschriften Sie diese. Ergänzen Sie das Exposé durch vorteilhafte Bilder von Blickbeziehungen in unmittelbarer Nähe zum Objekt. So kann der Interessent sich bereits eine gute Vorstellung der Umgebung machen.


Es folgen die Bauzeichnungen, erst in kolorierter Form mit Möblierung und dann als Planauszug mit entsprechender Vermessung.

 

3. Die letzte Seite

Viele Kunden schlagen nach der Lektüre des Deckblatts direkt die letzte Seite auf, um sich einen Überblick zu verschaffen. Außerdem haben Sie hier noch einmal die Chance, mit Ihrem Objekt im Gedächtnis zu bleiben. Machen Sie daher auf der letzten Seite die folgenden Angaben:

 

  • Zusammenfassung aller wesentlichen Daten
  • Besichtigungstermine oder Besichtigungsmöglichkeiten
  • Eventuelle Käuferprovision
  • Sonstige Kosten
  • Haftung
  • Vollständige Adresse der Immobilie
  • Kontaktdaten inklusive einer Telefonnummer mit guter Erreichbarkeit

 

Unser Tipp: Unterschätzen Sie nicht den ersten Eindruck, den Ihr Immobilien-Exposé bei Kaufinteressenten hinterlässt. Vermeiden Sie schlechte Fotos, die unscharf sind und/oder Ihre Immobilie unvorteilhaft darstellen. Sorgen Sie für eine vollständige, saubere Darstellung aller Inhalte und ersetzen Sie Grundrisse von schlechter Qualität. Wo Sie fehlende Grundrisse oder Berechnungen erhalten können, erfahren Sie auf unserer Seite Unterlagen.

6. Immobilien-Exposé für ein Onlineportal

Auch, wenn Sie sich mit Design und Layout nicht gut auskennen, können Sie ganz leicht ein ansprechendes Online-Exposé erstellen. Allerdings gibt es hier ein paar besondere Regeln, denn das Leseverhältnis von Kaufinteressenten ist im Internet ein wenig anders. Beachten Sie diese Hinweise für Ihr Online-Immobilien-Exposé:

  • Fassen Sie sich kurz: Ein langer Text wird in der Regel nicht vollständig gelesen. Beschränken Sie sich auf die Fakten und wichtigen Besonderheiten Ihres Verkaufsobjekts, die das Interesse potentieller Käufer wecken.
  • Fließtext statt reiner Aufzählungen: Eine reine Abhandlung von Stichpunkten spricht Leser nicht so an wie ein Fließtext mit vielen Adjektiven.
  • Ehrlichkeit: Konzentrieren Sie sich auf die Vorteile Ihrer Immobilie, ohne jedoch Mängel zu verschweigen.
  • Realistische Darstellung: Versprechen Sie nichts, was Ihre Immobilie bei einer Besichtigung nicht bieten kann.
  • Doppelt hält besser: Erwähnen sie nochmals die wichtigsten Eckdaten zu Ihrem Objekt, obwohl sie schon bei den Kennzahlen genannt sind. Dazu gehören die Wohn- und Grundstücksfläche, der Kaufpreis oder die Kaltmiete und die Anzahl der Zimmer.
  • Ob Sie bei einem Online-Exposé Ihre vollständige Adresse angeben möchten, ist Ihre Entscheidung.
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