Notarkosten beim Hausverkauf - wer zahlt?

Notarkosten beim Hausverkauf

Der Käufer ist üblicherweise zur Zahlung des größten Teils der Notarkosten verpflichtet. Der Verkäufer haftet jedoch ebenso für die gesamten Notargebühren beim Hausverkauf...

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An den Notarkosten führt beim Hausverkauf kein Weg vorbei.

Gut zu wissen

  • Käufer und Verkäufer haften für die Begleichung der Notarkosten.
  • Notargebühren sind umsatzsteuerpflichtig.
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1. Wer zahlt die Notarkosten?

Den überwiegenden Teil der Notargebühren trägt gewöhnlich der Käufer, während der Verkäufer meist nur die Kosten für die anlässlich des Hausverkaufs gelöschten Rechte Dritter übernimmt – beispielsweise eine eingetragene Grundschuld. Käufer und Verkäufer haften jedoch gemeinschaftlich für die Begleichung aller Notarkosten.

Unser Tipp: Beauftragen Sie als Verkäufer einen Notar nur nach ausreichender Bonitätsprüfung des Käufers. Bei Rückabwicklung des Kaufvertrags aufgrund von Zahlungsunfähigkeit des Käufers muss der Verkäufer für die gesamten Notarkosten aufkommen.

2. Höhe der Notarkosten beim Hausverkauf

Die Notarkosten beim Hausverkauf belaufen sich seit der letzten Gebührenerhöhung vom 1.3.2013 auf insgesamt ca. 1,5 % bis maximal 2 % des beurkundeten Kaufpreises.

    • Die Notargebühren setzten sich aus den Kosten für die notarielle Beurkundung sowie den Grundbuchkosten zusammen. Notare und Grundbuchämter erheben ihre Gebühren entsprechend der Höhe des Kaufpreises und nach der Art der angefallenen Tätigkeiten. Die Notarkosten betragen jeweils etwa 1% und die Grundbuchkosten 0,5% vom Kaufpreis.

    • Die vom Notar aufgestellte Kostenrechnung enthält Gebühren für

      • die Protokollierung des Kaufvertrages
      • die Eintragung und Löschung von Grundschulden
      • mit Vollstreckungsklausel ausgestellte Grundschuldbestellungen
      • die Eintragung oder Löschung einer Auflassungsvormerkung
      • die Grundbucheintragung des neuen Eigentümers
      • Gebühren für die Vollziehung des Kaufvertrages
      • weitere Abwicklungstätigkeiten beim Immobilienkauf
    • Maßgeblicher Geschäftswert für die Notargebühren ist der gesamte Kaufpreis einschließlich mitverkauftem Zubehör. Als Bemessungsgrundlage der Gebühren des Grundbuchamtes sowie der Grunderwerbsteuer gilt allerdings der Kaufpreis ohne den Anteil für mitverkauftes Zubehör (z. B. eine Einbauküche oder die Instandhaltungs­rücklage einer Eigentumswohnung).

    • Auch mehrfache Beratungen der beteiligten Parteien führen zu keiner Erhöhung der Notargebühren. Kostenunterschiede bei der Auswahl eines Notars sind demnach nicht zu beachten.

3. Kann man die Notargebühren sparen?

Nein, denn die Beauftragung eines Notars zur Beurkundung eines Kaufvertrags ist zwingend vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Der Notar selbst ist bei der Abrechnung an die Kostenordnung gebunden und kann keine abweichenden Gebühren veranschlagen.

    • § 311b BGB schreibt zwingend vor, dass ein Immobilienkaufvertrag notariell beurkundet werden muss. Angesichts der hohen Bedeutung, die ein Immobiliengeschäft für Käufer und Verkäufer regelmäßig besitzt, dient die Mitwirkung eines Notars der Vermeidung von Risiken für die beteiligten Geschäftspartner. Der Notar ist u.a. zuständig für die zum Eigentumsübergang notwendige Grundbuchumschreibung auf den Käufer gegen Kaufpreiszahlung an den Verkäufer.

    • § 17 Absatz 1 der Bundesnotarordnung schreibt die Erhebung der „gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren“ vor. Ein Notar darf gemäß § 140 Kostenordnung (KostO) keine von den gesetzlich bestimmten Notarkosten beim Hausverkauf abweichenden Gebühren verlangen. Ermäßigungen sind nur in eng begrenzten Ausnahmefällen unter Zustimmung der Notarkammer zulässig.

4. Beispielrechnung: Notarkosten beim Hausverkauf

Für eine Immobilie mit einem Kaufpreis von 100.000 Euro und einer Grundschuldeintragung über 100.000 Euro setzten sich die Notarkosten aus folgenden Einzelposten zusammen:

Summe Notargebühren 923,74 Euro Summe Grundbuchgebühren 569,25 Euro
Notargebühren:   Grundbuchgebühren:  
Beurkundung des Kaufvertrags
 414,00 Euro Auflassungsvormerkung
 155,25 Euro
Vollzug des Geschäfts 
103,50 Euro Umschreibung Eigentümer
 207,00 Euro
Sonstige betreuende Tätigkeit 
 51,75 Euro Eintragung Hypothek/Grundschuld
 207,00 Euro
Beurkundung der Grundschuld/Hypothek
 207,00 Euro    
Zwischensumme 
776,25 Euro    
zzgl. 19% MwSt.
 147,49 Euro    

Kalkulatorische Gesamtkosten
1.492,99 Euro
 

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