Wie hoch sind Maklergebühren beim Hausverkauf?

Für Laien hat es zahlreiche Vorteile, ihre Immobilie mit der Unterstützung eines Maklers zu verkaufen. Dessen Provision ist verhandelbar und je nach Bundesland trägt der Verkäufer maximal die Hälfte, manchmal sogar gar keine Kosten. Hier erfahren Sie mehr über die gängige Höhe der Maklergebühren und erhalten einige Tipps zum Verhandeln.

Schreibtisch mit einem Taschenrechner um die Maklergebühren für den Hausverkauf auszurechnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Maklergebühr sollten Sie in einem schriftlichen Vertrag festlegen.
  • In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen trägt der Käufer die Maklerprovision zu 100 Prozent.
  • In den anderen Bundesländern muss der Verkäufer 50 Prozent der Provision zahlen.
  • Die Maklergebühr wird erst bei einem erfolgreich Immobilienverkauf fällig.
  • Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis.
    Unser Service: Wir empfehlen Ihnen drei gute Makler in Ihrer Region.

1. Wie hoch fallen die Maklergebühren beim Hausverkauf aus?

Prinzipiell ist die Maklerprovision frei verhandelbar. Dennoch ist es sinnvoll, die Zahl genau festzulegen und von Anfang an mit dem Makler zu besprechen, wann und von wem seine Gebühren, die auch als Maklercourtage bekannt sind, gezahlt werden müssen.

 

Prinzipiell richtet sich die Höhe der Maklerprovision nach dem Kaufpreis der Immobilie. Der Makler erhält einen bestimmten Prozentsatz des Preises als Courtage, der von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch ist. Durchschnittlich bewegt sich die Provision zwischen 4,7 und 7,14 Prozent des Kaufpreises der Immobilie

 

Dieses Rechenbeispiel zeigt, wie die Maklergebühren aussehen können:

Kaufpreis der Immobilie 400.000,00 €
Maklerprovision 7,14 %
Maklergebühren bei erfolgreichem Verkauf 28.560,00 €

2. Wer zahlt die Maklergebühr?

Wer mithilfe eines Maklers eine Immobilie vermietet, muss laut Bestellerprinzip selbst für dessen Gebühren aufkommen. Im Bereich Immobilienverkauf gilt dieses Prinzip bis jetzt aber noch nicht. In den meisten Bundesländern ist es die Regel, dass der Käufer und der Verkäufer sich die Maklercourtage teilen. Jedoch gibt es einige Ausnahmen, die Sie dieser Tabelle entnehmen können:

Bundesland Maklerprovision insgesamt Anteil Käufer Anteil Verkäufer
Baden-Württemberg 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Bayern 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Berlin 7,14 % 7,14 % 0 %
Brandenburg 7,14 % 7,14 % 0 %
Bremen 5,95 % 5,95 % 0 %
Hamburg 6,25 % 6,25 % 0 %
Hessen 5,95 % 5,95 % 0 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,95 % 3,57 % 2,38 %
Niedersachsen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Nordrhein-Westfalen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Rheinland-Pfalz 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Saarland 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Sachsen-Anhalt 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Schleswig-Holstein 7,14 % 3,57 % 3,57 %
Thüringen 7,14 % 3,57 % 3,57 %

Als Verkäufer sollten Sie neben der eventuellen Hälfte der Maklerprovision weitere Kosten beim Hausverkauf beachten. Zum Beispiel kann es sein, dass Sie auf Ihren Gewinn eine Spekulationssteuer zahlen müssen. Weitere Kosten sind eventuell nötige Reparaturen, Gebühren für Dokumente wie den Energieausweis und die Löschung einer Grundschuld, falls vorhanden.

 

3. Lässt sich die Maklergebühr verhandeln?

Ja, die Höhe der Maklergebühr können Sie verhandeln. Die meisten Makler richten sich nach den obengenannten Prozentsätzen, die wiederum vom Bundesland abhängig sind. Aber wenn Sie in einer besonders beliebten Wohnregion eine Immobilie verkaufen oder es sich zum Beispiel um ein hochmodernes Passivhaus handelt, haben Sie als Verkäufer eine gute Verhandlungsposition. Denn der Makler weiß, dass sich diese Immobilien schnell und zu einem hohen Preis verkaufen lassen. Dementsprechend lässt er sich ein wenig runterhandeln, was für Sie (und für den Käufer) schnell eine Ersparnis von mehreren Tausend Euro bedeutet.

 

Sie können auch bei mehreren Maklern Angebote einholen und mit der Begründung, dass es noch andere Experten gibt, die an der Vermarktung Ihrer Immobilie interessiert sind, die Maklercourtage ein wenig reduzieren. Wichtig ist jedoch auch, dass Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Makler haben.

 

Tipp: Der Makler hat erst dann Anspruch auf seine Courtage, wenn ein Kaufvertrag oder ein Mietvertrag zustande gekommen ist. Dabei geht es nur um den vereinbarten Betrag. Der Aufwand, den der Makler bei der Vermarktung hatte, spielt keine Rolle für seine Gebühren.

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