Was ist der Unterschied zwischen Maklerprovision und -courtage?

Wird ein Makler mit der Vermittlung von Immobilien betraut, erhält er hierfür im Erfolgsfall eine Bezahlung. Diese wird Maklerprovision oder Maklercourtage genannt.

Geld auf Schreibtisch neben einem Miniaturhaus und einem Makler, der schreibt, im Hintergrund.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sowohl der Begriff „Maklerprovision“, als auch „Maklercourtage“ stehen für eine Vermittlungsgebühr, die einem Makler für seine Tätigkeit im Erfolgsfall zusteht.
  • Die Höhe kann bei privaten Immobilienverkäufen frei verhandelt werden.
  • Ein guter Makler erzielt für Sie einen guten Verkaufspreis.
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1. Ab wann besteht ein Provisionsanspruch?

Ein Immobilienmakler hat für seine Bemühungen im Erfolgsfall einen Provisionsanspruch. Dies ist immer dann der Fall, wenn beide Parteien den Kaufvertrag unterschrieben haben und dieser notariell beglaubigt wurde. Die Höhe der Maklerprovision kann zwischen Auftraggeber und Makler grundsätzlich frei verhandelt werden. In der Regel hängt die Höhe von der aktuellen Marktlage und dem Preis der Immobilie ab. 

 

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wird der sogenannte Mäklerlohn in § 652 geregelt. Der Gesetzgeber sieht hier vor, dass die Pflicht zur Zahlung des Lohns für die Maklertätigkeit nur dann besteht, wenn die Maklertätigkeit nachweisbar zum Abschluss eines Vertrags geführt hat. Im Streitfall muss der Makler den Erfolg seiner Tätigkeit gegebenenfalls nachweisen. Die Höhe der Maklerprovision wird im Gesetz nicht festgelegt und kann sich noch einmal von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Mehr zu den Maklerprovisionen finden Sie hier.

 

2. Wie unterscheidet sich die Maklercourtage von der Maklerprovision?

Ebenso wie bei der Maklerprovision handelt es sich bei der Maklercourtage um eine Vermittlungsgebühr, die der Makler für seine nachweislich erfolgreiche Tätigkeit erhält. Anstelle des Begriffs Maklercourtage wird häufig auch von Courtage oder Kurtage gesprochen. Einen Unterschied zwischen der Maklerprovision und der Maklercourtage gibt es jedoch nicht. Beide Begriffe bezeichnen denselben Sachverhalt. 

 

Wichtiger ist die Unterscheidung zwischen einem privaten Immobilienverkauf und einer privaten Immobilienvermietung. Bei ersterem darf die Provision frei verhandelt werden. Doch bei letzterem müssen gesetzliche Bestimmungen beachtet werden. Inklusive Umsatzsteuer liegt die Provision beziehungsweise Courtage derzeit deutschlandweit bei privaten Immobilienverkäufen zwischen 5,95 und 7,14 Prozent des Kaufpreises. Handelt es sich jedoch um eine private Immobilienvermietung, dürfen hingegen maximal bis zu zwei Netto-Monatskaltmieten veranschlagt werden. Grundlage hierfür ist das Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung (Wohnungsvermittlungsgesetz – WoVermRG). 

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