Höhe der üblichen Maklerprovision beim Verkauf

Die Maklerprovision

Immoblilienmakler Provision, Höhe beim Hauskauf

Makler Preise: Die Höhe der üblichen Maklergebühr beim Hauskauf ist unterschiedlich je nach Bundesland.

Die Höhe der Maklerprovision ist bei einem Immobilienkauf regional verschieden, bei einer Vermietung gesetzlich geregelt.

Teil 1
Makler und Provision: Wer zahlt wie viel?

Außenprovision, Innenprovision, Maklervertrag oder nur schlüssiges Handeln – viele sind hinsichtlich Makler und Provision bei Immobilienverkauf und -vermietung unsicher und kennen ihre Rechte nicht. Aber wie teuer ist ein Makler wirklich und wer muss zahlen?

Maklerprovision regional unterschiedlich

Viele Immobilieninteressierte scheuen die Zusammenarbeit mit einem Makler, da ihnen die Kosten zu hoch sind. Hierbei wird häufig ausgeblendet, dass der Makler erhebliche Kosten für die Vermarktung der Immobilie hat und darüber hinaus viel Arbeit aufwendet. Beispielhaft sind die Erstellung des Exposés und die Abwicklung der Immobilienbesichtigungen genannt.

 

Vertrag mit Makler kann mündlich abgeschlossen werden
Ein häufiges Missverständnis liegt darin, dass viele Käufer oder Mieter einer Immobilie annehmen, es sei ein Maklervertrag erforderlich, damit der Makler die Provision geltend machen kann. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB, §§ 652-654) sieht vor, dass der Makler nur nachweisen muss, dass seine Tätigkeit ausschlaggebend für die Vermittlung der Immobilie war.

 

Maklerprovision ist frei verhandelbar
Nicht im Gesetz festgelegt ist, wer die Courtage zu zahlen hat und wie hoch der Makler die Preise für seine Dienstleistungen ansetzen darf. Diese beiden Aspekte werden in den einzelnen Bundesländern und Regionen in der Praxis unterschiedlich umgesetzt. Dies ist der Grund, warum auf die Frage „Wie teuer ist ein Makler?“ nur von der in der Region „üblichen Maklerprovision“ gesprochen wird.

Teil 2
Wie teuer ist ein Makler bei einem Immobilien(ver)kauf?

Der Makler kann die Provision prinzipiell frei vereinbaren, eine gesetzliche Vorgabe der Höhe besteht nicht. Im Regelfall wird der Makler eine Provision in üblicher Höhe verlangen. Ein Rabatt ist selbstverständlich verhandelbar. Ein Makler hat drei Möglichkeiten, seine Provision in Rechnung zu stellen:

  • Innenprovision
    Die Courtage wird zwischen Verkäufer und Makler vereinbart und ist Gegenstand des Maklervertrages. Die Innenprovision ist für den Käufer einer Immobilie nicht ersichtlich.
  • Außenprovision
    Die Außenprovision ist die Courtage, die beispielsweise als Maklerprovision in Anzeigen oder Exposés ausgewiesen ist. Sie ist vom Käufer zu entrichten. Jedem Käufer steht es frei, über die Höhe mit dem Makler zu verhandeln.
  • Mischform der Provision
    Diese häufig anzutreffen Form der Verprovisionierung teilt die Gesamtcourtage zwischen Käufer und Verkäufer auf. In welchem Verhältnis der Makler die Provision aufteilt, ist regional verschieden.

Die Maklerprovision beträgt im Normalfall zwischen drei und sechs Prozent vom Kaufpreis zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Die Höhe und Verteilung der Courtage in den einzelnen Bundesländern beträgt (alle Angaben als Netto-Provision):

Übersicht übliche Maklerprovision

Bundesland Anteil Verkäufer Anteil Käufer
Bremen und Hessen 0% bis zu 5,00%
Mecklenburg-Vorpommern bis zu 2,00% bis zu 3,00%
Hamburg 0% bis zu 5,25%
Niedersachsen 3% oder 0% 3% oder 4 bis 5%
Berlin und Brandenburg 0% bis zu 6%
Alle übrigen Bundesländer bis zu 3% bis zu 3%

Abweichend von diesen üblichen Maklerprovisionen können in manchen Kreisen oder kreisfreien Städten andere Provisionssätze oder -aufteilungen angewendet werden.

Teil 3
Die Maklerprovision ist nicht der einzige Kostenfaktor

Gerade in den Bundesländern, in denen der Makler die Provision allein dem Käufer in Rechnung stellt, ist es häufig der Fall, dass die Käufer beim Kaufpreis handeln, um die Nebenkosten zu senken. Eine Auflistung aller Kosten und ein Berechnungsbeispiel finden sich in der nachfolgenden Infobox.

Zu den Nebenkosten beim Hauskauf gehören:

  • Kosten für den Notar und die Grundbuchbestellung: zusammen ungefähr 1,5 Prozent des Kaufpreises beziehungsweise der einzutragenden Grundschuld
  • Mehrwertsteuer auf die Notarkosten
  • Grunderwerbssteuer: je nach Bundesland zwischen 3,5 und 5 Prozent
  • Gegebenenfalls Kosten der Finanzierung: 1 Prozent
  • Maklercourtage: 0 bis 6 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer

 

Berechnungsbeispiel Kosten Hausverkauf:

für einen Hauskauf in Köln (Kaufpreis 200.000 Euro, Grundschuldbestellung über 150.000 Euro)

  • Notarkosten inklusive Mehrwertsteuer: 2.000 Euro
  • Kosten des Grundbuches: 900 Euro
  • Maklergebühr Käufer inklusive Mehrwertsteuer: 7.140 Euro
  • Grunderwerbssteuer: 10.000 Euro
  • Finanzierungskosten: 1.000 Euro

Die Gesamtnebenkosten betragen somit 21.040 Euro, also ungefähr 10 Prozent des Kaufpreises.

 

Details Kosten Hausverkauf

Wer trägt welche Kosten beim Hausverkauf? Welche kosten lassen sich vermeiden? Infos hierzu finden Sie auf der Seite Hausverkauf Kosten.

Die Maklerprovision ist bei erfolgreich vermittelter Immobilie nach Abschluss des Kaufvertrages fällig. Der Kaufpreis im Notarvertrag bildet hierbei die Berechnungsgrundlage.

Teil 4
Wie teuer ist ein Makler für den (Ver)Mieter?

Immer häufiger wird von einem Vermieter ein Makler beauftragt. Im Maklervertrag wird die Provision geregelt. Die Frage, ob ein Makler die Provision vom Vermieter oder vom Mieter erhält, wird stark durch die aktuelle Angebotssituation beeinflusst. Besteht ein hoher Leerstand – ein sogenannter Mietermarkt – wird häufig der Vermieter die Provision übernehmen. Ist die Angebotslage niedrig – ein sogenannter Vermietermarkt – wird der Mieter die Provision zahlen müssen.

 

Die Provision ist seitens des Mieters nur fällig, wenn der Mietvertrag unterschrieben wird, und der Makler nachweislich die Vermietung vermittelt hat.

Höhe der Maklerprovision

Die Höhe der Courtage, die zwischen Vermieter und Makler vereinbart wird, ist frei verhandelbar. Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften zur Höhe der Provision. Anders, wenn ein Mieter die Provision entrichten muss: Das Wohnungsvermittlungsgesetz (WoVermG) regelt die Provision. Es gilt:

  • Die höchste Provision für Wohnraum darf zwei Nettokaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer betragen.
  • Es darf keine Provision verlangt werden, wenn es sich um öffentlich geförderten oder anderen preislich gebundenen Wohnraum handelt.
  • Ein Makler darf auch für eigene Immobilien keine Courtage in Rechnung stellen.

 

Beträgt beispielsweise die Nettokaltmiete 500 Euro, darf der Makler maximal 1.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer – also 1.190 Euro – in Rechnung stellen. Erhöhte Aufwendungen sind nur bis zu einem Betrag von 25 Euro möglich.

 

Politik will Regelung ändern

Aktuelle Bestrebungen in der Politik sehen vor, dass die Maklerprovision in Zukunft nur noch vom Vermieter getragen werden soll – das sogenannte „Bestellerprinzip“. Eine entsprechende Gesetzesvorlage ist durch den Bundesrat in Vorbereitung.    

Verkaufen mit Makler - Ihre Vorteile
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